Krieg und Frieden in den Medien

Frieden(sbewegung) und Medien, ein endloses, zunehmend ärgerliches Thema. Die internationale Juristenorganisation gegen – IALANA – veranstaltete 2018 in Kassel eine Kongress zum Thema: Hier ist der Tagungsband. Eindrucksvoll die Liste der Referent*innen: max Uthoff und Ekkehard Sieker von „die Anstalt“, Gabriele Krone-Schmalz und Karin Leukefeld als kritische Berichterstatterinnen, Albrecht Müller („Nachdenkseiten“) Pascal Luig („weltnetz.tv“) für digitale Gegenöffentlichkeit und eine Menge Medienwissenschaftler. Tagung und Buch sind gegliedert und immer noch aktuell. Manchmal erschreckend aktuell, man denke an die Kriegslügen in Syrien oder die oft merkwürdige Löschungspolitik in Wikipedia. („Ziviles Peacekeeping“ wurde gelöscht, obwohl zeitgleich ein Bundestagshearing mit eben diesem Titel stattfand. Begründung: Mangelnde Relevanz). IALANA (Hrsg.) (2018): Krieg und Frieden in den Medien. Berlin: Ossietzky, ISBN 978-3-944545-14-1, 292 S., 20€

Verunsicherungen trotzen

Cover

Das Buch, frisch erschienen, fasst die Beiträge des vorletzen Kasseler Friedensratschlags 2018 zusammen. Auch nach mehr als einem Jahr lohnt sich noch die Lektüre, denn Themen wie chinesisch-US-amerikanischen Beziehungen oder die Aufrüstungspläne der NATO sind leider immer noch hoch aktuell. Insgesamt überwiegt die Aussenpolitik und Aktionsberichte von klassischen Aktionen. Die Autor*innen haben durchweg Rang und Namen in Wissenschaft und Friedensbewegung. Nicht vertreten sind Berichte über die mittlerweile sehr vielfältige Welt des zivilen Friedensdienstes und über Alternativen zum Militär. Aber das war in Kassel ja schon immer so. Insgesamt ist jedenfalls ein lesenswertes Buch der Selbst-Vergewisserung entstanden. Blättern Sie bei uns darin! Lühr Henken (Hrsg.): Verunsicherungen trotzen – Konfliktanalysen und Lösungsansätze aus der Friedensbewegung, Jenior-Verlag Kassel, 15.00€