Die Mitgliederversammlung beschloss ein ehrgeiziges Projekt: Eine Jugend-Delegationsreise nach Wien, zur ersten Konferenz über den Atomwaffenverbotsvertrag.

Eckdaten der Delegationsreise 20.-26.3.2022

Am 22.-24.März 2022 findet in Wien die erste Konferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO statt, der am 22.Januar 2021 in Kraft getreten ist. Wer nimmt daran teil? Natürlich (stimmberechtigt) die Staaten, die den Vertrag ratifiziert haben – aber auch alle anderen UNO-Mitglieder sind als Beobachter eingeladen. Und auch Menschen aus der Zivilgesellschaft sollen die Konferenz besuchen, denn ohne sie wäre der Vertrag nicht zustande gekommen (und deshalb erhielt ja ICAN den Friedensnobelpreis).
Das Friedensmuseum Nürnberg – Partnerorganisation von ICAN –  möchte es daher Jugendlichen ermöglichen, an dieser spannenden Konferenz teilzunehmen und organisiert eine Jugenddelegation, nach dem Muster der früheren Jugenddelegationen zu den NPT-Überprüfungskonferenzen in New York.  Das Friedensmuseum tritt nicht als Reiseveranstalter auf, sondern organisiert ein politisches Rahmenprogramm sowie Vor- und Nachbereitung der Delegation.


Wer kann teilnehmen?

  • Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren. Maximal 20 Personen insgesamt
  • Erwachsene können die Delegation ebenfalls begleiten, sind aber von Stipendien ausgenommen
  • Alle Teilnehmenden müssen vollständig gegen Covid geimpft sein und den elektronischen Nachweis bei sich führen
  • Voraussetzung der Teilnahme ist der Besuch eines vorbereitenden Tagesseminars (Teilnahme per Zoom)
  • Die Teilnehmenden erklären sich einverstanden, an einer öffentlichen Veranstaltung zur Nachbereitung teilzunehmen (ebenfalls per Zoom möglich).

Was wird organisiert?

  • Die Anreise nach Wien ist selbstorganisiert: Das Friedensmuseum empfiehlt den Teilnehmenden eine günstige Bahnfahrt. Wer will, kann auch ab Nürnberg mitfahren.
  • Für die Übernachtung haben wir Zimmer im JUFA-Hotel Wien reserviert (https://www.jufahotels.com/hotel/wien/), wo wir auch Räume für gemeinsame Planungen und Auswertungen haben.

Wie sieht das Programm aus?

Sollte die Teilnahme an der AVV-Konferenz selbst für die ganze Gruppe möglich sein, so werden wir das selbstverständlich wahrnehmen (3 Tage). Darüber hinaus ist geplant:

  • Besuch bei der IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation, deutsch auch IAEO): Vorstellung der Organisation und ihrer Rolle bei der Überwachung der Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen. Diskussion über umstrittene Rolle der IAEA bei der „zivilen“ Nutzung der Atomenergie. (1/2 Tag)
  • Besuch bei der CTBTO PrepCom (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization = Organisation für ein umfassendes Verbot von Atomtests – Vorbereitungskommission). Der CTBT ist zwar noch nicht in Kraft getreten, weil ihn noch nicht alle notwendigen Staaten unterschrieben haben, er entfaltet aber bereits segensreiche Wirkung, weil sich fast alle Länder trotzdem daran halten. Die CTBTO PrepCom organisiert seit 1997 das seismische Kontrollsystem, mit dem Vertragsverletzungen festgestellt werden könnten: Nicht nur für Physikerinnen und Politikwissenschaftler interessant, u.a. auch wegen der Rolle Deutschlands dabei. (1/2 Tag)
  • Politische Stadtführung: Wien als UNO-Stadt: Wien ist seit 1979 einer von weltweit 4 Amtssitzen der Vereinten Nationen. (Weitere befinden sich in New York, Genf und Nairobi). Ein ganzes Stadtviertel, das Vienna International Centre (VIC) in der Donaustadt, ist davon geprägt. Die UNO beschäftigt in Wien über 5.000 MitarbeiterInnen aus mehr als 125 Ländern. Sonderorganisationen wie der UNHCR (Flüchtlingskommissariat), UNIDO (Organisation für industrielle Entwicklung) oder eben IAEA haben dort ihren Sitz. Wir werden an einer offiziellen Führung teilnehmen: https://www.wien.info/de/sightseeing/touren-guides/uno-city-fuehrungen-362360 (1/2 Tag)
  • Ein Tag soll zur freien Verfügung stehen.
  • Natürlich lassen sich auch – je nach Interesse der Teilnehmenden – weitere Events organisieren: das Rote Wien (Gemeindebauten), Wiener Verkehrspolitik, Geschichte der (Wiener) Naturfreunde.
  • Als Zeitrahmen ist 1 Woche vorgesehen, 20.-26.3. sind derzeit die Plaungunsdaten

Wer trägt die Kosten?
Für die Jugendlichen lobt das Friedensmuseum jeweils ein Stipendium von 100€ aus. Damit sind die Transportkosten (Bahnfahrt Euro-Sparpreis, Nahverkehr) mehr als abgedeckt. Um Zuschüsse von Stiftungen oder Sponsoren werden wir uns bemühen, können aber gegenwärtig nichts versprechen. Wir würden es begrüßen, wenn Jugendorganisation die jeweils eigenen Mitglieder bezuschussen würden.


Wer wird als Mitveranstalter/Unterstützer angesprochen? 
Bundesweite Jugend-, Friedens, Antiatom- und Umweltorganisationen.

Die Bewerbung für das Stipendium ist ab sofort möglich.

Bitte schickt eine Email an: friedensmuseum@online.de mit

  • Lebenslauf
  • Ausführlicher Begründung, warum Ihr bei der Delegation dabei sein wollt.