Okt
5
Mi
Stimmen gegen den Krieg – Für Frieden und Menschenrechte @ Friedensmuseum Nürnberg
Okt 5 um 16:00 – 17:00

„Da sie nur Lehrer für sechshundert Mark sich leisten können, bleiben die Völker so dumm, dass sie sich Kriege für sechzig Milliarden leisten müssen.“ Christian Morgenstern (1871-1914)

Heute würden wir sagen: “… und mindestens 100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Bundeswehr!“ In diesem Friedenscafé mit Elke Winter wollen wir uns wieder stärken und Mut machen in unserer Haltung und unserem Engagement für Frieden. Eher unbekannte Texte aus Politik und Poesie wechseln sich ab – auch ein russischer Dichter kommt zu Wort.

Ab 15 Uhr besteht die Möglichkeit, die aktuelle Ausstellung „Menschen und Rechte sind unteilbar“ anzuschauen.

Veranstalter: Friedensmuseum

Okt
14
Fr
Tag der offenen Tür im Friedensmuseum @ Friedensmuseum Nürnberg
Okt 14 um 16:00 – 20:00

Das Friedensmuseum Nürnberg gibt es seit 1998. Wir setzen uns ein für
gewaltfreie Konfliktlösungen und Völkerverständigung. In der aktuellen
Plakatausstellung geht es um Menschenrechte, Krieg und Frieden. Sie sind
herzlich eingeladen, bei einer Tasse Kaffee mit uns ins Gespräch zu kommen.

Veranstalter: Friedensmuseum

Okt
15
Sa
Der Ukraine-Krieg: Eine Zwischenbilanz @ Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg, Adam-Klein-Str. 6
Okt 15 um 13:00 – 19:00

Die Interessen am Krieg und die Bilder vom Krieg
ReferentInnen: Peter Wahl und Dr. Sabine Schiffer
Wir hoffen natürlich, dass dieser schreckliche Krieg zum Zeitpunkt dieser Veranstaltung
bereits beendet ist. Weiterhin hoffen wir, dass der Krieg nicht in der totalen militärischen
Niederlage einer der Kriegsparteien endet – da ein solches Szenario noch viel mehr Leid mit
sich bringen würde – sondern durch Verhandlungen.
Dazu ist es notwendig, dass die Kriegsparteien ein solides Verständnis der Interessen ihrer
Kontrahenten haben, denn nur durch einen realistischen Interessenausgleich können
Verhandlungen glücken. In Deutschland ist der Glaube weit verbreitet und wird medial
verstärkt, dass man mit Russland nicht verhandeln kann (oder darf) – trotz des zaghaften
Erfolgs des Getreideabkommens – und dass eine militärische Niederlage Russlands das
einzig akzeptable Ende des Krieges ist.
Wir wollen auf der Tagung die Entwicklung der politischen und ökonomischen Interessen der
Kriegsparteien sowie die Medienberichterstattung über diese Entwicklung analysieren. Dazu
haben wir hochkarätige ReferentInnen eingeladen: Peter Wahl, Publizist und
Gründungsmitglied von ATTAC und WEED.e.V. und Dr. Sabine Schiffer, Institutsleitung für
Medienverantwortung in Berlin, Medienanalytikerin, Autorin und Referentin.
Anmeldung: bayern@dfg-vk.de.

Programm:
13:00 Start
13:30 Begrüßung, Formalia, Praktisches
13:45 Inhaltliche Einführung
14:00 Referat 1: Peter Wahl

Interessen der Kriegsparteien vor und nach Kriegsbeginn
Ansätze für zivile und politische Lösungen

14:30 Diskussion
15:00 Referat 2: Dr. Sabine Schiffer

Die Bilder vom Krieg und ihre Bedeutung
Folgerungen für die Friedensarbeit

15:30 Diskussion
16:00 Pause
16:30 Drei Arbeitsgruppen: jeweils eine Arbeitsgruppe zur Vertiefung der
Inhalte der beiden Referate sowie eine Arbeitsgruppe zu militärischen
Aspekten, geleitet von Thomas Rödl, mit den Themenschwerpunkten:
Der Krieg und die atomare Abschreckung
Aufrüstung und Modernisierung der Atomwaffen
Ende von Rüstungskontrolle und Abrüstung

18:00 Kurze Pause
18:15 Allgemeiner Austausch der Teilnehmenden
19:00 Ende

Veranstalter: DFG-VK – Hans-Michael-Vogel Bildungswerk der DFG-VK Bayern

Okt
26
Mi
"Grundrechte-Report 2022" – Lesung und Diskussion @ Friedensmuseum Nürnberg
Okt 26 um 16:00

Im Mai 2022 stellte das Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. seine neue Ausgabe des Grundrechte-Reports vor. Es geht um kritische Analysen der Menschrechts-Situation in Deutschland und der Menschenrechtspolitik im Windschatten der Corona-Pandemie.Besonderes Augenmerk liegt auf den menschenrechtlichen Folgen des Truppenabzuges aus Afghanistan (August 2021) und der deutschen Abschiebepraxis der letzten Jahre.
Der Report vertieft die aktuelle Ausstellung im Friedensmuseum „Menschen und Rechte sind unteilbar“. Beim Friedenscafé stellt Elke Winter wesentliche Teile des Reports vor.
Ab 15 Uhr besteht die Möglichkeit die Ausstellung zu besuchen.

Veranstalter: Friedensmuseum

Nov
15
Di
Helene Stöcker – Radikale Feministin und Kriegsgegnerin @ Friedensmuseum Nürnberg
Nov 15 um 19:30

Zusammen mit der IFFF/WILPF (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit) präsentiert das Friedensmuseum eine der großen Vordenkerinnen sowohl der Frauenbewegung wie auch des aktiven Pazifismus. Das Referat hält der Historiker Dr. Guido Grünewald aus Köln. Die Veranstaltung findet hybrid statt (ZOOM und im Museum)Helene Stöcker, geb. 1869 in Elberfeld, studierte als eine der ersten Frauen an der Berliner Universität, promovierte in Bern und wurde im „Bund für Mutterschutz“ aktiv. Im Namen einer „Neuen Ethik“ kämpfte sie für die rechtliche und sexuelle Emanzipation der Frau, für den Schutz lediger Mütter und die Rechtsgleichheit unehelicher Kinder sowie für Bildung und finanzielle Unabhängigkeit als Voraussetzung für eine echte Partnerschaft zwischen den Geschlechtern. Stöcker, die auf die Vernunft vertraute, erlebt den 1. Weltkrieg als Schock. Sie nahm am Internationalen Frauenfriedenskongress 1915 in Den Haag teil und setzte sich für ein rasches Kriegsende ein. Nach 1918 propagierte sie radikale Gewaltfreiheit und Kriegsdienstverweigerung. 1919 wurde sie Gründungsmitglied der „Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit“ (WILPF, IAAA). Sie wurde im Bund der Kriegsdienstgegner (BdK) aktiv und war Mitbegründerin der WRI (War Resisters International). Gleichzeitig bekleidete sie in den 1920er Jahren führende Funktionen in Organisationen wie der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) und dem International Peace Bureau (IPB), die mehr völkerrechtlich orientiert waren. Sie kämpfte auch für soziale Gerechtigkeit und reflektierte das Problem revolutionärer Gewaltanwendung. 1933 floh sie vor den Nazis und starb 1943 in New York.

Veranstalter: Friedensmuseum et al.

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