Satansfaust – das nukleare Erbe der Sowjetunion

Satansfaust – das nukleare Erbe der Sowjetunion

Diesmal möchten wir auf ein „älteres“ Buch hinweisen, das herausragend ist, weil es sachliche Informationen enthält, die sonst nicht zugänglich sind:  1991: Eine atomare Supermacht zerfällt und hinterlässt ein Arsenal des Schreckens: zigtausende von Atomwaffen. Wie ist dies Arsenal zustande gekommen, wo und wie wurden die sowjetischen Atomwaffen getestet?  Und was wird jetzt daraus? Entstehen neue Atommächte (Kasachstan, Ukraine)? Ist es eine Chance zur Abrüstung?  Welche Rolle spielen die Atomwaffen in Zukunft?  Diese Experten aus Russland und Amerika diskutieren diese Fragen – und ihre Einschätzungen sind heute noch höchst aufschlussreich. (Wie wir wissen, haben Kasachstan und die Ukraine auf Atomwaffen verzichtet, was für sie sehr lukrativ war, und allein Russland erbte die sowjetische Nukleararsenal.) S. Fischer und O. Nassauer (Hrsg.) : „Satansfaust – dasnukleare Erbe der Sowjetunion“ , Aufbauverlag 1992

Wolfgang Benz: Im Widerstand

Wolfgang Benz: Im Widerstand

….Größe und Scheitern der Opposition gegen Hitler Benz (*1941) , streitbarer Antisemitismus- Faschismus- und Vorurteilsforscher legt hier ein Alterswerk vor, das man gerne zur Hand nimmt, denn der Autor kann spannend erzählen. Er teilt sein Werk ein in: Widerstand vor 1933 (Warnungen, Analysen), Widerstand aus der Arbeiterbewegung, von Christen, von Soldaten usw. bis hin zur Analyse von nonkonformem Verhalten. Er zeigt die großen Linien – und daneben sehr einfühlsam die persönlichen Schicksale, oft von „kleinen Leuten“, wie etwa dem kommunistischen Ehepaar Haag. Es bleibt nicht aus, dass manche Mythen zerpflückt werden. War Prof. Huber von der weißen Rose wirklich ein Antifaschist? Oder nur ein enttäuschter Konservativer mit stark antisemitischer Färbung? Und warum wurde Georg Elser so lange verleumdet, auch von Niemöller? Und die breite Masse? Was wusste sie? hätte sie wissen müssen? Kurz – ein spannendes, wichtiges Buch. Unbedingt lesen! C.H. Beck Verlag, 2019, geb. 556 S., 32 €