Kaulbachstraße 2
"Hier stehe ich, ich kann nicht anders!" Dieser Martin Luther zugeschriebene Satz gilt wohl auch für die meisten Pfarrerinnen und Pfarrer, die ein Kirchenasyl in ihrer Gemeinde gewährt haben. Ihr Gewissen hat es ihnen nicht erlaubt, sich an staatliches Recht zu halten. Stattdessen haben sie einen Flüchtling vor der Abschiebung und damit vor Verfolgung, Gefängnis, Folter und Tod bewahrt. Seit der defacto-Abschaffung des Rechts auf politisches Asyl im Mai 1993 gab es eine große Welle von Kirchenasylen. Diese ebbte mit der Einführung von Härtefallkommissionen ab. Sie erreichte erst seit einigen Jahren einen neuen Höhepunkt, nachdem die Auswirkungen der Dublin-Verordnungen deutlich spürbar wurden.
Christine Mößner ist Friedensarbeiterin beim NEFF und arbeitet im Ökumenischen Kirchenasylnetz Bayern mit.
Veranstalter: Friedensmuseum
