Nürnberg, 21. Juli 2024

Schönes und Trauriges

Liebe FriedensfreundInnen,

die ersten Veranstaltungen seit der Sommerpause sind vorbei und bis zum Jahresende haben wir noch viel vor. Einen besonders traurige Mitteilung stellen wir heute an den Anfang.

Plötzlich und viel zu früh …

Wir trauern um unseren Friedensfreund und unser Mitglied

Manfred Diebold.

Er verstarb am 4. Oktober 2022
Manfred war unermüdlich aktiv in der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsgegner (DFG-VK).
Viele Jahre organisierte er die Friedensfahrradtour in Bayern und machte häufig Station auch hier im Friedensmuseum.

Wir werden Dich sehr vermissen!

Am Internationalen Tag des Friedens (der UNO) haben Aktivisten ein Peace-Zeichen aus gelben Blumenkästen zusammengestellt. So gab es ein schönes Bild (v.l.: Birgitta, Anne-Suleiken, Wolfgang und Conny),  Im Hintergrund ist übrigens unser Museums-Roll-Up zu sehen, welches wir bei Veranstaltungen verwenden.

Bei den Stadt(ver)führungen haben wir wieder Stationen quer durch die Altstadt besucht und Hinweise auf bedeutsame Friedensthemen hingewiesen. Aktuell sind wir dabei auf unserer Webseite den virtuellen Friedensrundgang durch Nürnberg zu erweitern. Vielleicht können Sie uns Informationen zu (noch) nicht erwähnten Orten geben, damit es ein bunter Teppich über die Nürnberger Karte wird. Schreiben Sie uns!

Die Vernissage zu "Menschen&Rechte sind unteilbar" war eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt mir der nachdenklichen Musik von Erik Stenzel. Hier ein kleines Panorama von der Ausstellung, die zunächst bis zum Jahresende zu sehen ist.. Aber kommen Sie am Besten gleich, sonst ist es schnell vergessen, und hinterher heißt es wieder. "was, ist schon wieder vorbei, dabei wollte ich unbedingt kommen". Praktisch ist auch mmer der Bio-Supermarkt gleich gegenüber ... ! Schön, dass diesmal wieder die Presse dabei war. So entstand ein schöner Artikel im Heinrichsblatt des Bistums Bamberg. Dass es die örtliche Presse es (mal wieder) nicht geschafft hat ist einfach schade.

Gerade in der jetzigen Zeit kommen vermehrt Menschen zu uns, so auch am Abend der offenen Tür, wo einige Jüngere Fragen zur aktuellen (Kriegs-)Situation in Ruhe bei einer Tasse Kaffee stellen konnten.

Am 22. Oktober wird es in ganz Deutschland laut für eine solidarische Krisenpolitik: ver.di, GEW, Greenpeace, BUND, Attac, Campact, Paritätischer Gesamtverband, Finanzwende und Volkssolidarität unterstützt u.a. von Fridays for Future, WWF und Sanktionsfrei rufen zu Demos unter dem Motto #SolidarischerHerbst auf. In Zeiten von Inflation und Energiepreiskrise fordert das Bündnis: Soziale Sicherheit schaffen und fossile Abhängigkeiten beenden!
Die Demos starten am 22.10. um 12 Uhr in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Hannover, Frankfurt am Main und Stuttgart. Hierzu der Aufruf.

Die diesjährigen Friedensnobelpreise sind vielleicht nicht ganz so überraschend, aber insbesondere die Alternativen Preise hören sich ganz spannend an Wir wollen sie im Dezember vorstellen. (siehe unten)

Wir freuen uns auf Ihren herbstlichen Besuch.

Ihr Kaulquappenteam.

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Veranstaltungen: 

im Friedensmuseum, sofern nicht anders angegeben.

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Mi., 26.10.2022 , um 16 Uhr

"Grundrechte-Report 2022"
Lesung und Diskussion

Im Mai 2022 stellte das Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. seine neue Ausgabe des Grundrechte-Reports vor. Es geht um kritische Analysen der Menschrechts-Situation in Deutschland und der Menschenrechtspolitik im Windschatten der Corona-Pandemie. Besonderes Augenmerk liegt auf den menschenrechtlichen Folgen des Truppenabzuges aus Afghanistan (August 2021) und der deutschen Abschiebepraxis der letzten Jahre. Der Report vertieft die aktuelle Ausstellung im Friedensmuseum "Menschen und Rechte sind unteilbar". Beim Friedenscafé stellt Elke Winter wesentliche Teile des Reports vor. Ab 15 Uhr besteht die Möglichkeit die Ausstellung zu besuchen.

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Mo., 31.10.2022 , um 19:30 Uhr

Die Kuba-Krise vor 60 Jahren:
Haben wir daraus gelernt?

Im Oktober 1962 hielt die ganze Welt hielt den Atem an: Die USA wollten die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba nicht hinnehmen, blockierten die Insel und drohten mit Luftangriffen. Ein Krieg zwischen den beiden Atommächten USA und Sowjetunion schien bevorzustehen. Er konnte abgewendet werden, u.a. durch den Abzug der sowjetischen Atomraketen aus Kuba wie der US-amerikanischen aus der Türkei. Doch so einfach war es nicht! Wir schauen hinter die Kulissen, denn mittlerweile gibt es freigegebene Geheimdokumente. Dokumente, die uns noch nachträglich erschauern lassen. Wie ist das heute? Der US-Präsident warnt vor einem russischen "taktischen" Nuklearschlag, der den großen atomaren Schlagabtausch auslösen könnte.

Information und Diskussion mit Wolfgang Nick
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Mo., 14.11.2022 , um 19 Uhr, Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg, Adam-Klein-Str. 6

Wie geht Frieden - von Afghanistan bis Ukraine

Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach (Journalist, Berlin)
Trotz Ukrainekrieg: Für eine ökologische, militärarme und sozial wie global gerechte Zeitenwende. Nicht nur Russlands Krieg gegen die Ukraine, auch Kriege in anderen Weltregionen vernichten Leben, zerstören Lebensgrundlagen und Infrastrukturen. Eine klimagerechte Welt, die Pariser Klimaziele sind in akuter Gefahr, und die ökologischen Folgen von Kriegen und Klimakatastrophen bedrohen bedrohen uns immer unmittelbarer in allen Lebensbereichen. Wie muss eine Friedenspolitik aussehen, die trotz des Ukrainekrieges die Transformation zu einer klimagerechten Welt fördert und die durch diesen Krieg noch verschärften Kosten dieser Transformation sozial und global gerecht verteilt? "

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Di., 15.11.2022 , um 19:30 Uhr im Friedenmuseum und ONLINE

Helene Stöcker - Radikale Feministin und Kriegsgegnerin

Zusammen mit der IFFF/WILPF (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit) präsentiert das Friedensmuseum eine der großen Vordenkerinnen sowohl der Frauenbewegung wie auch des aktiven Pazifismus.

Das Referat hält der Historiker Dr. Guido Grünewald aus Köln

Helene Stöcker, geb. 1869 in Elberfeld, studierte als eine der ersten Frauen an der Berliner Universität, promovierte in Bern und wurde im "Bund für Mutterschutz" aktiv. Im Namen einer "Neuen Ethik" kämpfte sie für die rechtliche und sexuelle Emanzipation der Frau, für den Schutz lediger Mütter und die Rechtsgleichheit unehelicher Kinder sowie für Bildung und finanzielle Unabhängigkeit als Voraussetzung für eine echte Partnerschaft zwischen den Geschlechtern. Stöcker, die auf die Vernunft vertraute, erlebt den 1. Weltkrieg als Schock. Sie nahm am Internationalen Frauenfriedenskongress 1915 in Den Haag teil und setzte sich für ein rasches Kriegsende ein. Nach 1918 propagierte sie radikale Gewaltfreiheit und Kriegsdienstverweigerung. 1919 wurde sie Gründungsmitglied der "Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit" (WILPF, IAAA). Sie wurde im Bund der Kriegsdienstgegner (BdK) aktiv und war Mitbegründerin der WRI (War Resisters International). Gleichzeitig bekleidete sie in den 1920er Jahren führende Funktionen in Organisationen wie der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) und dem International Peace Bureau (IPB), die mehr völkerrechtlich orientiert waren. Sie kämpfte auch für soziale Gerechtigkeit und reflektierte das Problem revolutionärer Gewaltanwendung. 1933 floh sie vor den Nazis und starb 1943 in New York.

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Fr., 25.11.2022 , um 16-18 Uhr

Erzählcafé mit Maria Dötzer

„Solange wir Menschen Waffen herstellen, solange werden Kriege nicht aufhören.“ Maria Dötzer in ihrem Beitrag beim Friedensgebet nach dem Ostermarsch am 18. April 2022. Selten äußert sie sich so deutlich und öffentlich. Meist bleibt sie gern eher im Hintergrund, unterstützt, hilft, kocht Tee, ist einfach da. Und das an vielen Orten, im Lorenzer Laden, bei der Fukushima-Mahnwache, bei Oxfam und Pax Christi und vor allem auch im Friedensmuseum. Immer hat sie ein freundliches Wort, ein liebes Lächeln für jede und jeden. Immer ist es eine Freude sie zu treffen. Ihr klarer Pazifismus wird getragen vom christlichen Glauben, der Grundlage und Kraftquelle ihrer unglaublichen Energie ist. Und so verwundert der Schlusssatz ihres Statements am Ostermontag keineswegs: „Gott möge mir helfen, dass ich mich künftig noch entschlossener für Frieden und Abrüstung einsetze.“ – Maria Dötzer Das Gespräch führt Christne Mößner

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Mi., 07.12.2022 , um 15-17 Uhr

Songs für Frieden

Dieses Jahr fand wieder der Deutsche Friedenssong-Wettbewerb statt. Organisiert von der DFG-VK Gruppe Bonn-Rhein-Sieg, wurden in einem großen Konzert im September, die PreisträgerInnen vorgestellt. Beim musikalischen Friedenscafé mit Elke Winter, werden uns ihre Lieder im Engagement für Frieden stärken und ermutigen. Lassen Sie sich überraschen!

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Mo., 12.12.2022 , um 17 Uhr

Faszinierend und ermutigend: die alternativen NobelpreisträgerInnen 2022

Natürlich ging es nicht ohne Ukraine – aber auch aus Somalia, Venezuela und Uganda kommen die diesjährigen PreisträgerInnen, denen der Alternative Nobelpreis am 30.11.2022 überreicht wird. Die Jury des Right Livelihood Award zeichnet damit Menschen und Organisationen aus, die sich für Menschenrechte und Entmilitarisierung, gegen Klimakrise und Umweltzerstörung, sowie für gesellschaftliche Transformation einsetzen:

• Fartuun Adan und Ilwad Elman aus Somalia,

• Olexandra Matwijtschuk und das Center for Civil Liberties aus der Ukraine,

• das Kollektiv Cecosesola aus Venezuela und

• das Afrika Institute for Energy Governance aus Uganda.

Elke Winter und Wolfgang Nick stellen diese beeindruckenden AktivistInnen vor und laden zur Diskussion über Handlungsmöglichkeiten auch in unserer Gesellschaft ein.

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Weitere Veranstaltungen finden im Rahmen der diesjährigen ökumenischen Friedensdekade vom 6.-16.11.2022 unter dem Zeichen von „Zusammen:halt“ statt. Nürnberger Termine werden in unserem Kalender aktuell nachgepflegt.

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Pazifist*innen in der Ukraine

Pazifist*innen in der Ukraine

Erklärung der /Ukrainischen Pazifistischen Bewegung/, angenommen auf   dem Treffen am Internationalen Tag des Friedens am 21. September 2022.Wir, die ukrainischen Pazifist*innen, fordern und engagieren uns für die Beendigung des Krieges mit friedlichen Mitteln und das Menschenrecht auf   Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen.Frieden, nicht Krieg, ist die Norm des menschlichen Lebens. Krieg ist ein organisierter Massenmord. Unsere wichtigste Pflicht ist, dass …

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Earth for All

Earth for All

Ein Survivalguide für unseren Planeten.

50 Jahre nach „Die Grenzen des Wachstums“.

Vor 50 Jahren waren „Die Grenzen des Wachstums“ vom Club of Rome ein Weckruf weiser Männer und Frauen. Und gemessen an den damaligen Prognosen, mutet der tatsächliche, bedrohte und bedrohliche Zustand der Welt an wie eine Vervielfältigung der Schreckensszenarien vor 50 Jahren. Deshalb nennen die Autorinnen und Autoren ihren neuen Bericht einen „Survivalguide für unseren Planeten“ - ein Handbuch zum Überleben also. Es ist noch nicht zu spät, so der fast verzweifelte – ermutigende? – Aufruf zum Handeln. Dies hänge vor allem von „fünf außerordentlichen Kehrtwenden“ ab, die in den kommenden Jahrzehnten erreicht werden müssten. Sollte man nicht besser von „konkreten Zeitenwenden“ sprechen? Hier wäre dieser Begriff tatsächlich angebracht, um ihn mit lebensrettenden, politischen Handlungs – Not- Wendigkeiten zu füllen. Und damit wegzukommen von ausgehöhlten, verlogenen Inhalten, die deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine und ein gigantisches Aufrüstungsprogramm der Bundeswehr rechtfertigen.

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Mo. von 17-19, Mi von 15-17 Uhr. und jeden 1. Sa. im Monat von 15-17 Uhr. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln

Ihre Redaktion der Kaulquappe des Friedensmuseums Nürnberg

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