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Corona Kaulquappe Nr. 11 vom 19.06.2020:

Nürnberg, 19.06.2020

 Liebe FriedensfreundInnen,

 

Die Bundesregierung sollte ihn (den Vorschlag von Hr. Trump) dankend annehmen und zeitnah einen Komplettabzug der US-Soldaten mit der Trump-Administration vorbereiten. Wenn die Soldaten abgezogen werden, sollten sie gleichzeitig die US-Atombomben mitnehmen„.

Dieses Zitat von Dietmar Bartsch lässt wohl viele Herzen in der Friedensbewegung höher schlagen. Aber die Realität wird wohl sich anders zeigen. So letzte Woche als gleich 8 Hubschrauber der US-Armee über mal eben einen Rundflug von Katterbach aus über Zirndorf nach Nürnberg veranstalteten (s. Photo, privat). Elke Winter beschwerte sich über dieses Kriegsspiel und den unerträglichen Lärm. Der Journalist Heinz Wraneschitz, selbst militärgeplagt in Wilhermsdorf, machte einen guten Artikel daraus in den Fürther Nachrichten vom 11.6.2020.

 

Dazu passt gut unser neuester Fund, den wir vor einigen Wochen sozusagen von der ehemaligen Friedensgruppe in Zirndorf erhalten haben. Die Ausstellung „Die Militarisierung der Region Nürnberg-Fürth-Erlangen und Zirndorf“ haben wir abfotografiert und stellen Sie nun Online. (Einige haben sie ja schon auf unserer Webseite entdeckt) Viel Spaß beim Rundgang!

Viel Spass beim Lesen unserer 11. Corona-Kaulquappe!

Ihr Kaulquappenteam.

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Dieses Bild von einer Plakatwand im Norden von Nürnberg hat uns Chris zugesandt. Es ist Teil einer Aktion der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg unter dem Titel „Kunst-Anschlag – Signale aus der Nürnberg Szene„. Diese Wand ist von Sebastian Tröger gestaltet.

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Veranstaltungen

Wie Sie wissen, können wir derzeit keine größeren Veranstaltungen im Friedensmuseum selbst anbieten, auch kein Begleitprogramm zur IFFF/WILPF-Ausstellung (sie ist aber geöffnet).

ABER: Wir bieten ein online-Gespräch mit Barbara Lochbihler an

am 23. Juni 2020 um 19:30 Uhr

Frauenrechte sind Menschenrechte – 25 Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking: Was hat’s gebracht?

Die Referentin: Barbara Lochbihler, ist seit 1985 Mitglied der IFFF/WILPF, Menschenrechtsexpertin und seit 2019 unabhängige Expertin im UN Komittee gegen Erzwungenes Verschwindenlassen. von 2009 – 2019 war sie Mitglied des Europäischen Parlament für die GRÜNEN in Brüssel; von 1999 – 2009 Generalsekretärin von  amnesty international Deutschland in Berlin, 1992 – 1999 Generalsekretärin der International Frauenliga für Frieden und Freiheit in Genf. —

Hintergrund: Im März 2020 wollte die UNO Bestandsaufnahme machen: Was wurde 25 Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking erreicht? Sind die Rechte der Frauen und Mädchen weltweit gewährleistet? Wegen der COVID-19 Krise blieb von dieser internationalen Konferenz gerade mal ein einziger Tag Sitzungszeit übrig. Das moderierte Gespräch des Nürnberger Friedensmuseums mit Barbara Lochbihler thematisiert ‚Frauenrechte sind Menschenrechte‘ und will zur Bestandsaufnahme nach 25 Jahren beitragen.

Zoom-Meeting beitreten
https://us04web.zoom.us/j/71540920322?pwd=eXo0aXY4RVh5Qm0yb3drcXFuU0Vldz09 Meeting-ID: 715 4092 0322
Passwort: 1HdS0L  

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Online Hören und Sehen

Thema: Kleinere Atomwaffen – größere Kriegsgefahr?
Gast: Otfried Nassauer Berliner Informationszentrum für transatlantische Sicherheit (BITS)
Otfried Nassauer ist seit 1991 Leiter des Berliner Informationszentrums für transatlantische Sicherheit (BITS) und Experte zum Thema Nuklearwaffen.

Im ersten Teil des Interviews wird der Begriff „Nukleare Teilhabe“ erläutert, der in der aktuellen Debatte um die Modernisierung der in Bücher (Eifel) lagernden US-Atomwaffen sowie eines neuen Flugzeug-Trägersystems eine zentrale Rolle spielt. Dabei wird Otfried Nassauer einen Überblick von 1962 bis zur Gegenwart geben – und welche gravierenden Veränderungen das Konzept gerade durchläuft. 
Im zweiten Teil wird Otfried Nassauer erläutern, warum er das Auslaufen eines US-Atom-U-Bootes Ende des Jahres 2019 – erstmals mit einem verkleinerten Nuklearsprengkopf – für eine einschneidende sicherheitspolitische Zäsur hält.
Weitere Fragen werden sich um die russischen Atomwaffen-Pläne drehen, die der US-Regierung als Rechtfertigung ihrer geänderten Nuklearüberlegungen dienen.
Die Sendung wird auch deutlich machen, warum durch die Verkleinerung von Atomwaffen und deren Einsatzpläne das Kriegsrisiko gestiegen ist – zu Lasten von Europa oder auch der koreanischen Halbinsel.
Weiterhin wird die Sendung thematisieren, dass durch die neuesten Entwicklungen kaum noch von „Teilhabe“ im Sinne von Mitbestimmung z.B. der Bundesregierung beim Einsatz von Atomwaffen von deutschem Boden aus gesprochen werden kann.
Einige dieser Hintergründe haben auch den SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich und die Führungsspitze der SPD zur Entscheidung gebracht, den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland zu fordern. Otfried Nassauer wird dazu eine Einschätzung geben.

Die Diskussion fand am 10. Juni 2020 statt und findet sich unter  https://youtu.be/HtPV_uwSUhU

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Ausstellung Online

Heute empfehlen wir unseren neuesten Fund, den wir vor einigen Wochen sozusagen von der ehemaligen Friedensgruppe in Zirndorf erhalten haben. Die Ausstellung „Die Militarisierung der Region Nürnberg-Fürth-Eralngen und Zirndorf“ haben wir abfotografiert und stellen Sie nun Online. (Einige haben sie ja schon auf unserer Webseite entdeckt) Viel Spaß beim Rundgang!

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Mo. von 17-19, Mi von 15-17 Uhr.

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